Nach der Flaute folgt der Sturm

Pfingsten sollte es eigentlich nach England gehen. Nachdem aber Oliver seinen Regattatörnstart am Donnerstag gecancelt hatte und von Bruch und Problemen anderer Regattateilnehmer berichtet hatte, wollten wir erst einmal schauen, was da so passieren würde. In der Vorhersage versprachen die Meteorologen Kaiserwetter, warm etwas Wind und viel Sonne. Also ideal zum segeln; meint man. Was die Wetterfrösche aber nicht vorhersehen konnten, war das, was dann wirklich passierte.

Soviel vorweg: Wir hatten Glück, haben Starkwind und Gewitter mit orkanartigen Böen im Hafen von Texel erlebt. Trotzdem war der Törn nach Texel mit Tina, Peter und Elke ein Traum.

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Nicht nur weil Peter in bester Manier den Kochlöffel geschwungen, und uns mit diversen Köstlichkeiten aus der Kombüse versorgt hat, sondern auch, weil die Stimmung an Bord extrem entspannt war.

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Irgendwie hatte ich es im Urin, dass da etwas kommt, denn die Bedingungen waren alleine schon zu Beginn zu perfekt.Man kennt das ja, läuft es zu perfekt, kommt Neptun mit dem Hammer um die Ecke und man muss richtig kämpfen.

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Die Casa Nova machte gut sechs Knoten mit raumschoten Wind und wir waren nach gut zweieinhalb Stunden an der Schleuse in Den Oever. Die Tide passte perfekt und so nahm uns der Schiebestrom des ablaufenden Wassers mit nach Texel. Schon unterwegs hörten wir über Brandaris Radio, dass die Häfen von Vlieland und Terschelling überfüllt waren und so waren wir froh, dass wir kurzfristig nach Texel umgeplant hatten.Etwa auf halber Strecke war dann der Wind plötzlich weg und es wurde schwül heiß. Also Maschine an und gucken, dass man ins Körbchen kommt, denn ich hatte das Gefühl, dass sich etwas über uns zusammen brauen würde. Kurz vor Oudeschild, dem Hafen von Texel, fing es dann auch noch kurz an zu regnen.Für mich eine willkommene Abkühlung, die Damen hatten das aber nicht gebucht. 🙂

Im Vorhafen wurden wir dann vom Hafendienst abgepasst, denn auch hier war der Yachthafen mittlerweile voll. Wir haben dann noch einen netten Liegeplatz im Fischereihafen gefunden und dort die Nacht verbracht.

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In der Nacht hat es gekachelt und geblitzt und ich war froh, vorsichtshalber Landleinen ausgebracht zu haben. So konnte ich die Lichtshow am Himmel sorgenfrei genießen.

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Den nächsten Tag haben wir dann in die Marina verlegt und sind mit dem Rad zum Baden an den Strand gefahren, das ist aber ein anderer Bericht.Nur soviel sei erwähnt: Ich hatte danach keinen Muskelkater.

Am Pfingstmontag sind wir dann bei traumhaften Bedingungen durch die Waddensee zurück gesegelt. Die Casa Nova hat wieder gezeigt, was in ihr steckt und  wir haben die Strecke Oudeschild Den Oever trotz einiger Kreuzschläge in gut zwei Stunden bewältigt.

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Es war ein tolles Pfingstwochenende, auch wenn wir in der Nacht von Montag auf Dienstag noch einmal ordentlich Wind abbekommen haben. Aber da lagen wir glücklicherweise gut vermurt zwischen Pfählen in der Box.

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