38 Meilen gegenan und doch nicht am Ziel

Eigentlich wollten Günni und ich bei der Taufe des neuen Clubschiffs, der Naviga, des Kaarster Segelclubs in Makkum dabei sein. Wir hatten uns schon gefreut, aber der Wind hat uns einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Bis zu 32 Knoten Wind direkt auf die Nase haben trotz tapferem kreuzen den Weg in den nördlichsten Hafen des Ijsselmeeres unmöglich gemacht. Wir hätten es geschafft, aber bei der Ankunft wären die Taufpaten des Schiffs schon wieder auf dem Heimweg gewesen und deshalb haben wir dann schweren Herzens beschlossen den Plan nach Makkum aufzukreuzen aufgegeben. Hindeloopen war hoch am Wind möglich und so wurde das unser Ausweichhafen.

Am Ende hatten wir dann 38,4 Meilen auf der Uhr, was mehr als doppelt so viel ist wie der direkte Weg. Das bestätigt die Theorie, wenn man kreuzen muss, verdoppelt sich die Wegstrecke.Die Casa Nova hat mit einem Schnitt von knapp sieben Knoten wieder einmal gezeigt, was in ihr steckt und wir sind sehr komfortabel gesegelt.

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In Hindeloopen hat uns dann am Meldesteiger noch ein freundlicher Motorbootfahrer so eingeparkt, dass wir auf ihn warten mußten. Als er dann noch liegen bleiben wollte, um einen Anleger zu nehmen, musste Günni einschreiten, sonst hätte ich den Vollpfosten ins Wasser geworfen.Unser Liegeplatz entschädigte uns aber für den Ärger mit dem Herren von der Diesel verbrennenden Fraktion.

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In unmittelbarer Nähe aller notwendigen Versorgungseinrichtungen des Hafens nahm unser Liegeplatznachbar die Leinen an und wir lagen nach knapp sechs Stunden kreuzen zwischen den Dalben  fest.

Klaus schickte noch Grüße von der Weltumsegelung und wir zwei daheimgebliebenen mussten mit einer Sponatanattacke von Fernweh kämpfen.

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Nach einem ausgiebigen Frühstück war der Frust dann auch verflogen .

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Und wir machten uns auf den Heimweg. Diesmal mit raumschoten Wind. Eine Richtung, die die alte Dame besonders mag.

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Mit über sieben Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit brauchten wir für 18 Meilen von Hindeloopen nach Andijk etwas über zwei Stunden. Unfassbar, dass der Voreigner das Schiff als zu langsam eingestuft hat.

Es hat wieder einmal Spass gemacht, auch wenn wir dieses Mal unser Ziel nicht erreicht haben. Aber „that’s sailing“.

 

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