Segelwoche bei „Strahlewetter“

Eine Woche Segeln pur. Kein Stress, keine Termine aber auch kein Bier in grünen Flaschen 🙂 . Der Auftakt war mehr als durchwachsen. Am ersten Tag begrüßte uns das IJsselmeer mit Nieselregen, aber das machte nichts, denn die Wetteraussichten waren prima; und dieses Mal hatten die Meteorologen recht. Den Rest der Woche blieb es überwiegend schön. An einem Tag war es sogar so heiß, dass man es nur im Wasser aushalten konnte.

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Zwar kam der Wind, wie in diesem Jahr so oft mal wieder aus der falschen Richtung, aber wir hatten ja Zeit und deshalb  setzten wir Segel in Richtung Süden. Dieser spontane Entschluss hat sich gelohnt, denn die Casa Nova machte richtig Fahrt. Mit rund acht Konten ging es von Andijk in Richtung Urk wo wir trotz einiger Kreuzschläge nach rund 2,5 Stunden ankamen.

IMG_2020Urk hat sich in den letzten Jahren verändert. Wir haben den Hafen lange gemieden, weil ich zum Beginn meiner Segelzeit auf dem IJsselmeer dort schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Erst als unsere Tochter mit gesegelt ist, haben wir den Sandstrand nicht mehr ignorieren können und dort wider Erwarten tolle Erfahrungen gemacht. Nette Leute, ein tolles Ambiente und heute gibt es einen Hafen, der keine Wünsche offen lässt. Das hat dazu geführt, dass wir nun schon seit 14 Jahren regelmäßig in Urk Station machen.

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Trotz Tourismus ist Urk ursprünglich geblieben. In einigen Gassen hat man das Gefühl die Uhr ist stehen geblieben und die Urker seien immer noch die Herrscher der Reusen und Fangnetze der Zuidersee, dem ehemaligen Meeresarm zwischen Amsterdam und der Nordsee.

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Der Leuchtturm auf der seewärtigen Spitze Urks ist auch heute noch eine wichtige Orientierungshilfe bei der Navigation und bei Urlaubern auch deshalb beliebt, weil er einer der wenigen noch bewohnten Leuchttürme Europas ist. Ein Besuch lohnt sich, denn auch das Leuchtturmwärterhaus bietet einen unverfälschten Einblick in eine Welt, die man ansonsten nur aus alten Filmen kennt.

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Matrose Moritz gefiel unser Liegeplatz direkt am Kai in Urk besonders gut.Freier Blick von seinem Lieblingsplatz auf den Anleger, der Abends als Promenade der Einheimischen dient.Er genoss die Aufmerksamkeit, die ihm sein exponierter Platz direkt im Blickfeld der Spaziergänger verschaffte.

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Deshalb ist auch für einen kleinen schwarzen Hund Urk eine Reise wert, zumal wenn man abends auch noch solch einen Sonnenuntergang geboten bekommt.

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Trotz starkem Nordostwind von nahezu 30 Knoten sind wir am nächsten Tag weiter gefahren.Unser Ziel lautete eigentlich Makkum, aber die kurze IJsselmeerwelle hat der Crew zu schaffen gemacht. Die Casa Nova hat sie zwar souverän gemeistert aber die andauernden kurzen Schläge ins Kreuz und den verlängerten Rücken wurden dann doch unangenehm.So sind wir in Stavoren zuerst in den Stadthafen gefahren. Dort war es aber so voll, dass wir eine Box in der Außenmarina vorgezogen haben. Wir hatten Glück, denn der freundliche Hafenmeister hat uns eine Box zugeteilt, die einen Seitensteg hatte und  so das Ein-und Aussteigen wieder extrem bequem wurde.

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Der Liegeplatz in Stavoren stellte sich auch deshalb als Glücksgriff heraus, weil es am nächsten Tag mit 34° C und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit so warm wurde, das an Segeln nicht zu denken war. Selbst der wasserscheue Matrose nahm ein Abkühlungsbad im IJsselmeer und hatte dabei seinen Spass. Na ja, als er nicht mehr stehen konnte, siegte die Faulheit und Moritz kraulte zurück, bis er wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

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Der Abend verwöhnte und mit einem tollen Sonnenuntergang.

(auf die Bilder klicken, um sie zu vergrößern)

Auch der nächste Tag war so heißt, dass wir es vorgezogen haben im Ijsselmeer zu baden und zu faulenzen, denn auch der Wind schlief ein.

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Der abendliche Wetterbericht versprach dann für den nächsten Tag ein kurzes Wetterfenster mit etwas Wind und anschließendem Regen. Da Matthias und Antje für das Wochenende an Bord kommen wollten, nutzten wir die Gelegenheit  zu unserem Treffpunkt  nach Andijk fahren. 20140712_181214  IMG_1953

Wir haben es gerade noch geschafft trockenen Fusses ans Ziel zu kommen. Dann duschte es kurz und heftig wie in den Tropen aus dem Himmel. Der Abend war aber wieder wie aus dem Bilderbuch.

Zum Abschluss der Segelwoche auf dem IJsselmeer haben uns dann Matthias und Antje besucht. Auch hier hat der Wettergott mitgespielt und uns noch einmal ein perfektes Wochenende geschenkt.

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Es hat Spass gemacht und Wetter, Wind und Stimmung haben perfekt gepasst und die selbst gemachten Dips von Antje waren eine Granate. 🙂

 

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