Delta Loydt 24 Stunden Rennen

Wir haben es getan, haben am 24 Stunden Rennen rund IJsselmeer teilgenommen und hatten jede Menge Spaß, meistens zumindest.Wir dass sind Thomas,Barbara, Bernd, Eva und Norbert. Mit der „Casa Nova“ war zwar klar, dass wir sowieso keine Chance hatten, aber der Spass war es wert und die Abschlussparty sowieso.

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Aber zunächst einmal von vorne. Das 24 Stunden Rennen rund IJsselmeer, richtig heißt es Dellta Lloyd 24 Uurs Zeilrace, ist eines der ganz großen Regatten in Holland.Hier segelnProfis und Amateure zusammen und alle haben mächtig Spass. In diesem Jahr wurde das Seglerfest zum 50. Mal ausgetragen und knapp 700 Schiffe sind an den Start gegangen. Der Modus ist denkbar einfach. Wer in 24 Stunden die meisten Meilen schafft hat gewonnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass man bestimmte Wege nur einmal fahren darf, andere nur zwei oder drei Mal.

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Begrenzt wird der Kurs von den regulären Fahrwassertonnen des IJsselmeeres, des Markermeeres und der Waddensee. Diese Tonnen muss man in einer vorgegebenen Weise runden, nur dann zählt der Weg.Damit alles recht fair zugeht erhält jedes Schiff ein Rating und dann ist die Rennziege mit dem Familiendampfer vergleichbar.

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Start war für uns in Medemblick direkt gegenüber vom Heimathafen der Casa Nova in Andijk. Am Start mussten wir noch die Nachtbeleuchtung vorführen. Das war zufälliger Weise so geschickt getimt, dass wir fast einen Nullstart hinlegen konnten. In unserer Gruppe starteten ungefähr 40 Boote unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichen Taktiken.

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Thomas, unser Navigator, hatte auf die richtige Kurslinie gesetzt,als er nicht dem Pulk hinterher fahren wollte und auf den direkten Weg setzte. Bis zur ersten Tonne haben wir dann auch noch kräftig mitgemischt.

Dann gab es das erste Mal kräftig eins auf die Mütze.

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Ziemlich schnell schoss die Windgeschwindigkeit nach oben und die Böenwalze rollte über uns hinweg. Einige Skipper wurden überrascht und schossen unter Genacker in den Wind., aber es gab glücklicherweise keinen Bruch.

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Wir hatten uns für die südliche Runde entschieden und wollten direkt nach Enkhuizen, dort durch die Schleuse und von da aus ins südliche Markermeer. Bei angesagtem Nordwestwind eine logische Taktik, aber der Wind machte nicht das, was er sollte, aber dazu später mehr.

Hinter der Schleuse haben wir noch schnell eine Birne im Backbord Positionslicht getauscht, wozu hat man mit Bernd auch einen Ingenieure an Bord, dann ging es los. Zuerst wurde es etwas chaotisch, weil die Starter aus dem Süden uns entgegen kamen, und die Entgenkommer ständig auf der falschen Fahrwasserseite auftauchten, aber schlussendlich haben wir es dann gemeinsam geschafft. Ich war schweißnass, Barbara und Eva die Ruhe selbst und Thomas hat erst einmal Häppchen gereicht.

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Klar wollte keiner den Wachrhythmus einhalten, zu aufregend war die Nachtfahrt, doch bald lagen die ersten dann doch in Morpheus Armen.

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Die Regatta versaut hat dann der Skipper und das gründlich. Eine verdammte südliche Wendetonne habe ich einfach nicht gefunden, wie sich später herausstellte war sie auch nicht auf der angegebenen Position, aber eine navigatorische Meisterleistung meinerseits war das nicht. Schwamm drüber Thomas hat es dann nachdem er wieder an Deck war gerichtet und die verdammte Tonne dann mit detektivischem Spürsinn gefunden.

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Die Zeit, die wir dabei verloren haben machte sich nicht nur im Meilenergebnis bemerkbar, sondern führte auch dazu, dass wir den wechselnden Wind verpasst haben und fast drei Stunden bei mehr oder weniger Flaute im südlichen Markermeer fest saßen. Wind gab es nur am Rand von Gewittern und dabei wurden wir immer  ganz nett geduscht. Sorry Leute mea culpa, beim nächsten Mal klappt das besser. Gegen Mittag sind wir dann aus dem Markermeer wieder ins IJsselmeer geschleust.

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Der Himmel so irgendwie komisch aus und wird haben vorsichtshalber die Segel gekürzt.Ich weis dass man das auf einer Regatta nicht macht, aber mir war die Vorsicht lieber als die Nachsicht, denn ansonsten wird das meistens richtig teuer.Wir haben dann auch wieder einen auf die Mütze bekommen, aber der Casa Nova hat das mit gerefften Segeln nichts ausgemacht.

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Nach der Gewitterbös wird es dann aber noch einmal richtig tolles segeln. Der Wind kam richtig und wir sind mit rund 7,5 Knoten noch ordentlich Meilen gefahren. Leider setzte der Wind zu spät ein, so dass wir auf halben Weg nach Makkum die Abkürzung nehmen mussten und so einige Meilen verschenkt haben.

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Gestört hat es uns nicht, denn wir hatten nur eingeschränkten Ehrgeiz, aber trotzdem war das ein tolles Erlebnis.

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Am Ziel haben wir dann das erlebt, was eine 24 Stundenregatta unvergesslich macht. Rund 600 Boote beenden fast gleichzeitig das Rennen und müssen einen abschließenden Dreieckskurs fahren. Diese Bilder vergießt man nicht und man ist schlagartig wach.

 

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Wir haben es geschafft die Casa Nova im richtigen Zeitfenster über die Ziellinie zu fahren und deshalb ziert jetzt eine Plakette die Navigationsecke.( wir sind die ganz links außen)

 

Den letzten Adrenalinkick gibt es dann bei der Einfahrt in den Hafen nach Medemblick. Eine ganze Stadt ist auf den Beinen, um die Teilnehmer zu begrüßen, die alle in den Stadthafen nach Medemblik einlaufen.

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Das ist Ausnahmezustand pur und treibt den Skippern die Schweißperlen auf die Stirn. Ich glaube kein Eigner hat diesen Teil der Regatta nicht selbst gesteuert und krampfhaft das Ruder gehalten.

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Am Ende kann man den idyllischen Stadthafen dann über das Wasser queren, ohne sich die Füße nass zu machen. Aber es geht in der Regel ohne Bruch aus.

Mehr tolle Bilder gibt es auf der Seite des Delta Lloyd 24 Uurs Rennen unter Fotos oder auf  https://www.flickr.com/photos/kustzeiler/14825741388/in/set-72157646771644145.

Danke an die Crew, ihr habt das toll gemacht und hoffentlich klappt es im nächsten Jahr wieder.

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