Segeln ist doch cool

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Hallo hier bin ich wieder. Wie versprochen melde ich mich von hoher See. Na so hoch ist sie auch nicht. Es weht ein müdes Lüftchen und wir segeln gemütlich mit 3-4 Knoten und das IJsselmeer kräuselt sich nur leicht. Ich hatte ja schon befürchtet dass wieder einer die Windemaschine ausgemacht hat, aber glücklicherweise ist ein weiteres Putzwochenende mit mieser Cheflaune an mir vorbei gegangen. So Kaffeesegeln ist echt cool.

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Man liegt faul hinter dem Ruder und linst mit einem Auge auf den Kartenplotter. Hin und wieder kommt dann mal ein anderes Boot vorbei, ansonsten Ruhe und cool Aussicht. So hundemäßig ist das echt ne Wucht. Der Chef ist relaxt und keiner nervt rum. Sogar das Telefon hat Sendepause. Ganz nebenbei kann man noch das eine oder andere Leckereien abstauben.  Ich mag das.

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Den Sicherheitsgurt hat mir der Chef angezogen, weil ich immer mit auf das Vorschiff wollte. Der meint auch ich könnte kein Gleichgewicht halten der Blödmann. Hat wohl noch nicht kapiert, dass man mit vier Beinen fester steht als mit zweien. Na ja wenn hilft, mach ich halt mal guten Miene zu blödem Spiel.

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Wir sind nach Enkhuizen gefahren. Mitten in der Stadt gibt es da einen Hafen. Auf jedem zweiten Schiff gibt es einen Kollegen. Einige sind echte „Seehunde“; tun auf jeden Fall so, wenn sie breitbeinig über den Steg stolzieren. Ich für meinen Teil fand die kleine weiße Hundedame rechts hinter uns ganz knuffig. Leider konnten wir uns nicht beschnuppern, sie musst immer bei Fuß laufen.

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Zurück ging es dann per Motor. Gut dass wir am Vortag  raus gefahren sind. Noch einen Putztag hätte ich nicht ertragen.

Zurück in Andijk habe ich dann noch mit Nicki und den Kids vom Steg fangen gespielt. So auf dem Deich mit Blick auf den Hafen. Ist eigentlich echt cool.

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Einen neuen Hund gibt es auch auf dem Steg. Sieht ein bisschen aus wie ein Schaf und hat eine Klappe wie ein Rottweiler. Ich habe dem natürlich von Deck erst mal die Meinung gegeigt. Der Lümmel hat überhaupt keinen Respekt. Beim nächsten mal fliegt der ins Wasser, dann kann er sich eine neue Dauerwelle legen lassen.

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Ach ja die neue vom E-Steiger. Echt süss eine Australian Sheppard Lady. Die behalte ich mal im Auge. Mal sehen was da demnächst so geht. So viel zum Wochenende.

Mast und Schotbruch

Euer Oscar.

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Bei Kaiserwetter nach Urk

 

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Blauer Himmel, Wind 4-5 bft mit Böen 6 bft aus Südsüdwest. Als der „zentrale Meldpost“ in Lelystad diesen Wetterbericht absetzte war klar: Rauschefahrt nach Urk ist angesagt. Urk ist das letzte Fischerdorf im IJsselmeer, dass erst durch einen Damm zum Festland seinen Inselstatus verloren hat.

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Urk ist immer eine Reise wert, denn die Menschen sind, allen Vorurteilen zum Trotz, nett, der Hafenmeister ist klasse und hilfsbereit und man liegt bei allen Wetterlagen geschützt, entweder im alten Industriehafen oder an einer Mole.

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In den letzten Jahren hat sich der Ort zu einem echten Hotspot des Yachtspots entwickelt. Der Yachthafen wurde erweitert und durch die Nähe zum Badestrand finden auch Familien mit kleinen Kindern in Urk Spass und Erholung.

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Soweit zu unserem Ziel. Thomas, Bernd und ich hatten anderes vor. Segeln mit der Reling im Wasser, das sollte es sein und davon nicht zu knapp.

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Der Wettergott hatte ein Einsehen und es blies etwas vorlicher als erwartet und so konnten wir die Casa Nova ordentlich von der Leine lassen. Segelspass pur mit Gischt, die bis aufs Deck spritzte, brachten auf dem Weg nach Urk bis zur Ansteuerung des Hafens richtig Spass. Dann goss es aus Eimern und wir waren sofort klatschnass. Egal,  wer aufs Wasser geht, muss damit rechnen nass zu werden und die Klamotten trocknen schnell.

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Abends gab es zur Belohnung Französisches, Oliven, Baguette und Käse und für die Jungs eine Flasche Rotwein. Das alles bei lauer Sommernacht im Cockpit; Segler, was willst du mehr.

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Der nächste Morgen brachte zuerst einmal ordentlich Frühstück.Thomas hatte sich an den Herd gestellt und zauberte, was die Pfanne hergab. Nachdem alles verstaut war, ging es mit etwas mehr Wind zurück in Richtung Andijk.

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7,8 Knoten in der Spitze, die alte Dame entwickelte sich zum Sprinter. Trotzdem hatten wir gegen unseren Liegeplatznachbarn mit seiner „Nautilus“ keine Chance. Schon nach kurzer Zeit zeigte er uns den Spiegel und wir konnten nur hinterher segeln. Als wir dann im Hafen festmachten, konnte er sich das Grinsen kaum verkneifen. Es sei ihm gegönnt und wird meiner hohen Meinung keinen Abbruch tun.

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Unterwegs gab es noch eine Begegnung der besonderen Art. Die holländische Marine machte Start und Ladeübungen vor Enkhuizen mit einem Flugboot. Wir hatten so etwas noch nie gesehen und folgten dem Schauspiel fasziniert. Alles in allem waren es zwei tolle Tage bei Kaiserwetter auf unserem Heimatrevier.

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Fazit: Wetter klasse, Essen lecker,  Crew wie immer toll, und die Casa Nova hat uns allen einmal mehr zwei tolle Tage bereitet.

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Hundstage

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Also das mit dem segeln ist ja so eine Sache. Auf der einen Seite ist das ja ganz toll, aber andererseits. Ich erzähle dann mal einen Schwank vom letzten Wochenende. Zuerst haben wir endlos gebraucht, bis wir dann endlich auf dem Schiff waren. Stau, Regen, sogar Gewitter. Mich schaudert es jetzt noch. Aber dann waren wir doch da. Toben auf dem Deich mit meinem Chef. Klasse!!! Neben nassen Füssen hat es auch ein paar Neuigkeiten gegeben. Es scheint eine neue Hundedame im Hafen zu sein, ich muss doch einmal sehen, auf welchem Steg die wohnt.

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In der Nacht hat es dann aufgehört zu regnen, aber wie kann es auch anders sein, kein Wind. Da hat doch über Nacht jemand den Stecker aus der Windemaschine gezogen nichts zu machen mit Segel setzen. Hafentag war angesagt, der Chef hatte schlagartig miese Laune. Der wird dann an solchen Tagen zum Putzteufel und ich hatte Langeweile. Na ja an Deck liegt schon länger so eine große graue Rolle. Ist an den Relingstützen festgemacht.  Während der Kapitän also den Feudel geschwungen hat, bin ich an Deck und habe alles inspiziert.

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Klar hat wieder nasse Füsse gegeben, aber jetzt weis ich’s, die Rolle ist ein Schlauchboot. Ich bin ja neugierig, wie sich so ein Ding fährt. Ansonsten habe ich gefaulenzt. Segeln war ja Essig, deshalb brachte das Wochenende nur gutes Essen und schlafen. Muss ja auch einmal sein, so als kleiner Hund. Ein paar Bilder von Bord habe ich euch auch noch in die Galerie gestellt. Als bis zum nächsten Mal von hoher See.

Euer Oscar

PS. Wer jetzt sagt mit der Schwimmweste sehe ich scheiss…. aus, der hat Recht, aber wie sagt man so schön: Safety first.

 

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„Wer sagt da segeln ist stressig?“

Oscar in der Koje

Ab sofort ist das mein Körbchen. Wäre doch gelacht, wenn ich den Kapitän nicht rumkriegen würde. Soll doch weis Gott wer im Körbchen im Salon schlafen, ich bleibe hier. Jawohl!!

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Weltumsegler an Bord

Klaus auf der Casa_Nova

Mein Freund Klaus Schröter ist zur Zeit mit seiner Yacht Barbaco (www.barbaco-unterwegs.com) auf Weltumsegelung.EinnMal im Jahr kommt Klaus für ein paar Wochen nach Hause, und dieses Mal hat es ihn nicht an Land gehalten. Wir haben also das tolle Segelwetter genutzt und sind mit der Casa Nova auf Törn gegangen. Leider nur für einen Tag, aber es war großartig.

Vor Medemblik

Klönschnack an Bord ist nun einmal das Beste und so wurde der Kurztörn bei leichten Winden um die vier Bft gemütlich und entspannend.

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Moritz ist von Bord gegangen

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In der Nacht von  Samstag auf Sonntag hat uns Moritz, mein geliebter Co-Skipper für immer verlassen. Zwölf Jahre hat er mit uns die Segelleidenschaft geteilt und uns auf fast jedem Törn begleitet. Wir wollten eigentlich nur zum Tierarzt gehen, weil er zwei Tage nichts fressen wollte. Die Diagnose war schrecklich, denn es wurde Leberkrebs und eine Niereninsuffizienz festgestellt. Wir haben versucht ihn noch aufzupäppeln und ihm ein paar schmerzfrei und angenehme Tage zu bereiten, um uns von ihm zu verabschieden, doch in der Nacht hat sein Herz  aufgehört  zu schlagen. Moritz  wir vermissen dich und deine sture Art, mit der du nicht nur die Herzen der Hundedamen in den Häfen eingefangen hast, sondern auch unsere. Die Lücke die du hinterlässt ist riesig, denn du warst mehr als nur ein Hund. Du warst der treue Freund, der immer da war, wenn es stürmisch wurde. Der zuhörte wenn man einen Zuhörer brauchte und Trost gespendet hast, wenn man vor schier unüberwindlichen Hindernissen gestanden hat.  Wir hätten zu gerne noch ein paar Jahre mit dir gehabt, aber es hat nicht sollen sein. Ich bin sicher, wir werden uns wieder sehen, bis dahin halt die Ohren steif und schaue aus dem Hundehimmel zu, was wir da unten so treiben.

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Es ist vollbracht

Casa Nova wieder im wasser

Die Casa Nova schwimmt wieder dort, wo sie hingehört. Ein wenig putzen und wienern, dann kann die neue Saison kommen.

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Danke an Kees de Vries für seine perfekte Arbeit und die unermüdliche Hilfe und an die Hafencrew des Andijker Yachthafens, die mein Baby trotz widriger Umstände heil ins Wasser gebracht haben.

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Nachdem einige Segeler immer wieder gefragt haben, wird es in diesem Jahr auch wieder einige Fotoreisen geben. Ein Törn ist den Mitgliedern des Karstes Segelclubs vorbehalten, die übrigen kann jeder buchen. Bei diesen Wochenendtörns (Start Freitagabend ab Andijk, Ende Sonntagabend in Andijk), steht nicht nur segeln auf dem Programm, sondern auch aktives fotografieren. Die Crew hat die Möglichkeit mit eigenen Kameras anzureisen und diese auch einzusetzen. Abends wird dann bei einigen Kaltgetränken das Tagesergebnis besprochen. Es gibt Tips und Tricks und auch ein bisschen Theorie; aber das in Maßen. Ein Törn wird unter dem Motto „Land und Leute“ stehen, bei einem weiterer Törn gehen wir auf die Pirsch und rücken der Flora und Fauna auf den Pelz.

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Wer dann noch nicht genug hat, kann sich auf dem dritten Törn als Reporter versuchen und lernen, wie man eine Bildreportage plant und umsetzt. Anmelden geht über diese Seite oder per PN auf Facebook. Die genauen Daten gibt es dann auf der Facebookseite der Casa Nova.

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Winterarbeiten abgeschlossen

Es wird ja auch langsam Zeit, dass die Casa Nova wieder ins Wasser kommt. Über den Winter wurde das Unterwasserschiff komplett neu gemacht. Das wurde auch nach 15 Jahren Zeit. Nach dem Herbstkranen haben wir das gesamte Antifouling heruntergekratzt und alles Schichten von Grund auf wieder aufgebaut. Dank der fachlichen Hilfe von Kees de Vries und meinem Freund Bernd Hansemann hat das auch gut geklappt. Nach einigen Lagen Gelshield und Antifouling ist das Unterwasserschiff wieder glatt wie ein Kinderpopo. Am kommenden Samstag geht es ins Wasser und wir freuen uns darauf.

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Schöne Feiertage

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Die Casa Nova steht jetzt in Andijk an Land und wartet auf  das neue Unterwasserschiff. Wir alle freuen uns schon aufs nächste Jahr und dafür laufen die Planungen schon auf Hochtouren. In diesem Sinne nutzt die ruhigen Tage und macht Pläne.

Frohes Fest und einen guten Rutsch wünscht die Besatzung der Casa Nova

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Die Casa Nova geht ins Winterlager

Wir hatten es ja schon zu Beginn der Saison gesehen, die Casa Nova braucht ein neues Unterwasserschiff. Risse im Antifouling sprachen eine deutliche Sprache und deshalb hatte ich schon frühzeitig beschlossen im kommenden Winter die Sache anzugehen. In Andijk gibt es nun Waschboxen, die für dieses Unterfangen ideal sind. Zum einen kann man dort aufgrund einer Betonwanne das Antifouling problemlos entfernen, zum anderen können die Boxen leicht mit einem Dach aus Kunststofffolie wetterfest gemacht werden. Die Hafenmeister waren sehr entgegenkommend und so wurde die Casa Nova am vergangenen Wochenende als letztes Schiff aus dem Wasser gekrant.

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Der Kran in Andijk kam bei einem Gewicht von 13 Tonnen arg an seine Grenzen und ich war froh, dass ich mich an der Kamera festhalten konnte. Als die Casa Nova dann auf dem Bock stand, wurde sie  per hydraulischem Trailer in die Box gefahren, wo wir mit den ersten Arbeiten am Unterwasserschiff beginnen konnten.

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Harte Knochenarbeit war angesagt, doch nach zwei Tagen Plackerei ist das Unterwasserschiff fertig für die nächsten Arbeitsschritte.

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In den nächsten Tagen kommt noch das Zelt über das schiff, dann decken wir die Box ab und können mit den Arbeiten beginnen.

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Natürlich wurden auch die Routinearbeiten erledigt.Öl und Filterwechsel etc. Dabei frage ich mich immer noch, was mehr Sinn macht. Das Öl vor dem Wintertagen zu wechseln, oder erst zu beginn der neuen Saison. Bei uns am Steg gehen die Meinungen auseinander. Vielleicht kann ja jemand einen Fachkommentar abgeben.

 

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